Das Orchester

Das Orchester

Das Bundesorchester Spielleute gehört seit nunmehr 45 Jahren zu den bundesweit führenden Auswahlorchestern im Spielleutebereich.

Die aus 13 verschiedenen Bundesländern stammenden 70 MusikerInnen fungieren als bundesweite Multiplikatoren und sind in Ihren Heimatvereinen überwiegend als Stimmführer, Dirigenten und musikalische Leiter tätig.

Durch den gemeinsamen Austausch der Musizierenden aus dem gesamten Bundesgebiet werden allgegenwärtige Themen im Bereich der Laienmusik diskutiert und zur Lösungsfindung beigetragen. So wird mit der Auswahl der Musikstücke und der Besetzungsform stets experimentiert und zukunftsweisend auf das gesamte Bundesgebiet übertragen.

 

Der Auftrag

Neben der Förderung der Spielleutemusik im Allgemeinen hat sich das Bundesorchester zum Ziel gesetzt, die Entwicklungen in Deutschland aktiv mitzugestalten und jungen Komponisten und Arrangeure die Möglichkeit zu bieten, sich auf höchstem Niveau auszuprobieren.

Die Förderung talentierter Musikzierender, insbesondere Jugendlicher, nimmt dabei einen besonderen Stellenwert ein. Damit dient das Orchester als Plattform, um MusikerInnen durch intensive Probenarbeit, an anspruchsvolle Musikstücke heranzuführen und in einem großen Flötenorchester eine musikalische Herausforderung für die persönliche Entwicklung zu bieten.

Um die Attraktivität der Spielleutemusik für ein breites Publikum zu eröffnen ist die Ausgestaltung des Repertoires von besonderer Wichtigkeit, dafür trifft sich das Orchester zu jeweils zwei jährlichen Lehrgangsphasen und organisiert zusätzlich das jährlich stattfindende Bundesseminar in der Turner-Musiker-Akademie mit. Bei intensiver Probenarbeit werden dabei die vorgegebenen Ziele, wie z.B. die Vorbereitung auf „Das Konzert“ und der spezielle Orchesterklang erarbeiten. Gleichzeitig werden die musikalischen Grenzen als Flötenorchester ausgelotet.

Die Besetzung

Der Großteil der Besetzung besteht momentan aus Piccolo-, Böhm-, Altböhm-, Bassböhmflöten, sowie traditionellen klappenlosen Sopranflöten.

Hinzu kommt ein (auch in personeller Hinsicht) großes Schlagwerkregister, das ein breites Spektrum von Schlaginstrumenten einsetzt.

Weiterhin sind im Malletbereich bis zu sechs Musiker am Glockenspiel, Xylophon, Vibraphon, Marimbaphon und Bassmarimbaphon im Einsatz.

Zwei besondere Highlights bilden die Bassklarinette und die Kontrabassflöte.

Der Dirigent

Dirk Mattes lebt und arbeitet in Frankfurt und ist als Komponist, Dirigent und Dozent bundesweit tätig. Seine Wurzeln liegen in der symphonischen Blasmusik, der Spielleutemusik und in der elektronischen Tanzmusik.

Er studierte Komposition an der Hochschule für Musik Würzburg und wurde für seine kulturellen Leistungen als Dirigent und Komponist mit der Ehrennadel der Stadt Alzenau ausgezeichnet.


Der häufige Wechsel der Kompositionslehrer macht ihm eine Vielzahl an verschiedenen musikalischen Sichtweisen zugänglich und hat sein musikalisches Schaffen entscheidend geprägt.

Die Registerführer

Die Registerführer bilden mit dem Dirigenten die musikalische Leitung.

Neben den musikalischen Anforderungen, wie z.B. die Leitung der Registerproben,

die Auswahl der Musikstücke, die Stimmeneinteilung und die Eingliederung der Neuzugänge gehört auch ein organisatorischer Komplex zu dem Aufgabenbereich eines Registerfüherers.

So werden die aktiven MusikerInnen über die aktuellen Themen und Planungen der Orchesterleitung intern informiert. Zusätzlich fungieren sie als Bindeglied zum Vorstand und dem Dirigenten und versorgen die Musiker mit ihren Noten.

Die Lehrgänge

Die Lehrgangsphasen dauern stets vier Tage und werden sowohl in der Turner-Musiker-Akademie, als auch an den Konzertorten abgehalten.

Dabei werden Register- und Gesamtproben durchgeführt.

Das Augenmerk liegt insbesondere am gemeinsamen Musikzieren. Der Spaß kommt durch den obligatorischen Kameradschaftsabend ebenfalls nicht zu kurz.

Das Repertoire

Beim Repertoire wird viel Wert auf Originalliteratur für Flötenorchester gelegt. Gleichzeitig sind darin aber auch kurzweilige Arrangements und die oft gewünschten und bekannten Märsche zu finden.

Neben Film-, Pop- und Marschmusik werden auch immer wieder verschiedene Stilrichtungen, wie z.B. Samba, Tango und Swing in das Programm mit aufgenommen.

Auch klassische Musikstücke werden für das Auswahlorchester arrangiert. Der Schwierigkeitsgrad entspricht dabei dem eines Oberstufenorchesters.